Spotguide: Glacier 3000 / Sanetschpass


Webcam Glacier 3000


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Der Glacier 3000 befindet sich wie der Name schon sagt auf 3000m und ist ein sehr flacher und mit wenig Spalten versehener Gletscher. Man kommt bequem mit der Bahn vom Col du Pillon auf den Gletscher und muss keinen Meter weit zum Spot laufen.
Gut, bis man von der Talstation auf dem Gletscher ankommt, muss man schon je nach Wartezeiten an der Bahn bis zu 40min investieren. Leider muss man auch gleich eine Tageskarte abdrücken, was nicht ganz billig ist. Aber trotzdem, das Geld lohnt sich, denn oben angekommen erstreckt sich bis hinab zum Sanetschpass auf 2200m Höhe ein einziger Snowkitespot von unglaublichen Ausmassen!
Es ist wahrscheinlich der grösste hier im Guide beschriebene Spot. Die Bedingungen am Spot sind jedoch aufgrund der Bergabdeckung in der Mitte nicht überall gleich und je nach Position kann die Windstärke bis zu 4Bft. variieren. Der Spot auf dem Gletscher ist bis auf ein paar kleine Ausnahmen sehr flach und perfekt zum Freestylen geeignet. Verlässt man jedoch den Gletscher in Richtung Osten, so wird das Gelände coupiert und äusserst interessant! Unten auf dem Sanetschpass hat man dann vom Freestylespot bis zum Segelhang wieder alles am Start.
Leider ist aufgrund der Windsicherheit auf dem Sanetschpass (Nord – Süd Verbindung) an diesem geilen Spot das grösste Windkraftwerk der Schweiz geplant. Man weiss also nicht wie lange man dieses Paradies noch geniessen kann!

Übersichtskarte anklicken für Grossansicht

Windverhältnisse

Die optimalen Windrichtungen um den ganzen Spot von oben nach unten zu rippen sind SW-S-SO. Bei diesen Windrichtungen kommt man mit dem Kite bis hinab zum Sanetschpass. Bei SW wird allerdings das Aufkreuzen auf den Gletscher gegen den Wind nicht ganz einfach und man sollte für den Notfall eine Tourenausrüstung dabei haben. Das ist sowieso empfehlenswert, da man hier nie weiss, ob man vom Sanetschpass wieder mit dem Kite zurückkommt! Grund dafür ist, dass in der Mitte des Backcountry Spots durch einen vor- bzw. nachgelagerten Gipfel (je nach Windrichtung) des Glacier 3000 Massives eine Windlücke besteht.
Hat man also oben auf dem Gletscher schon wenig Wind, sollte man es sich gut überlegen, ob man wirklich die ca. 2km bis hinab zum Pass kiten will. Das Fiese ist, dass man in diesem windarmen Teil des Gletschers zum Sanetschpass hinab sieht und mit dem Kite am Boden zusehen muss wie dort der Schnee über die Kante geblasen wird.

Am meisten Wind hat es oben beim Freestylespot und unten auf dem Sanetschpass. Um den Wind auf dem Gletscher vorauszusagen eignet sich eigentlich nur Meteoblue auf 700hPa. Für den Pass hingegen kann man auch Windfinder konsultieren, da man dort die Tendenz ( Nord oder Süd) gut sehen kann. Wer sich zuerst vergewissern will ob es auf dem Gletscher wirklich bläst, checkt einfach die aktuellen Winddaten. Hier sollte man dann mind. 10kmh abziehen, da die Messstation ziemlich exponiert gelegen ist. Die Webcam informiert gut über die Wetterverhältnisse auf dem Glacier 3000.

Für allgemeine Wettervorhersagen ist man mit SF METEO gut bedient.
Achtung Lawinengefahr: Check SLF Lawinenbulletin



Freestyle-Spot

Der Spot befindet sich auf dem oberen Teil des Gletschers und hat nur eine geringe Steigung. Platz hat man hier sehr viel und man kann gleich neben den Pisten starten um seine Session zu beginnen. Kommt der Wind aus Süd, sollte man nicht zu nah an den Durchgang zur Skiabfahrt fahren, da dort der Wind extrem komprimiert wird und eine Düse entsteht. Man kann hier innerhalb von 10m einen Unterschied von 2-4bf mehr haben! Passt also auf, wenn Ihr in die Nähe des Durchgangs zur Skiabfahrt kommt.



Backcountry West

Hier hat es schon etwas weniger Wind, da die Abdeckung der Bergspitze neben dem Durchgang zur Abfahrt bereits wirkt. Generell gilt, je näher man in Richtung Felsabbruch kommt, desto stärker weht der Wind (Bei Nordwind am Südabbruch, bei Süd am Nordabbruch) Das Backcountry West befindet sich noch ganzheitlich auf dem Gletscher und ist dadurch plan.



Backcountry Mitte

Hier ist der Wind am schwächsten. Das Gelände ist ziemlich coupiert und befindet sich auf dem vom Gletscher rund geschliffenen Felsen. Kommt der Wind in diesem Bereich aus Nord, ist er sehr böig, da er direkt über den Berg kommt. Weht er von Süden her, wird er schwächer, da im Lee ein Leestau stattfindet. Andere Richtungen wie West und Ost sollten eigentlich auch fahrbar sein, wobei der Wind auch hier fast nie aus Osten kommt.

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