Archiv für Patrick in Vancouver
Jim Hegan ist der “inofizielle” Spotfotograf von Squamish. Seine grösste Leidenschaft ist nicht das Kiten, sondern das Fotografieren. So sitzt er mit Top-Equipment jedes Wochenende am Spot im Kanadischen Squamish und fotografiert alle Kiter – umsonst natürlich

Er hat nun ein paar Fotos von meinem Aufenthalt in Squamish geschickt! Danke vielmals Jim!
Nachdem ich nun den Squamish Spot langsam in- und auswendig kenne wurde es Zeit was neues zu machen… So startete der ProSnowboarder Andrew (sattelt jetzt aber auf Kiten um) und ich einen Trip ins Indianerland von Vancouver Island. Das Ziel: Lake Nitinat. Mir wurde erzählt, dass es dort einen Campingplatz hat und eine fette Thermik. OK. Da denkt man sich so etwas wie Silvaplana… Nicht ganz…
Der Trip startet man auf der Fähre nach Vancouver Island (Sardinien-Feeling kommt auf, wenn man auf der Fähre ist) und dann gehts für ca. 2h über Waldwege und Schotterwege (4×4 ist da praktisch) ins nix… Wirklich nix… Keine Städte, keine Dörfer – nix…! Handynetz kann man vergessen, nur Wald und Seen. So grosse Wälder habe ich noch nie gesehen… Man könnte meinen endlos… Nach einer langen Schotterfahrt im engen Jeep Wrangler erreichten wir Nitinat am Lake Nitinat. Dabei handelt es sich um ein Indianer-Reservat mit einem Campingplatz (Campingplatz, weil einem 2 Plumpsklos zur Verfügung stehen – thats it…). Eine Tankstelle und ein paar Indianerhäuser (leider schäbige, heruntergekommene Häuser) bilden das Dorf.
Direkt am Campingplatz angekommen erwarteten uns 23-25kn warmer, relativ konstanter Wind… Schnell alles ausgepackt und ab aufs Wasser! Insgesamt waren auf dem See 3 Kiter und 4 Windsurfer… Platz genug!
Leider entpuppte sich der Wind weiter draussen als relativ böig und so hielt sich der Spass in Grenzen.
So machten wir uns ran ans Campen… Hier ein echtes Erlebnis! Mitten im Nirgendwo! Und ein local hat hier doch prompt eine Natursauna gebaut! Saunieren und gleichzeitig durchs Fenster den Kitern und Windsurfern zusehen – wo kann man das schon!
Am Abend haben wir dann unsere Schlafplätze eingerichtet – sprich eine Hängematte für Andrew und ein 1.80m Zelt für den 1.90m Patrick (ooh ich hatte einen guten Schlaf, bääh). In der Nacht kühlte es leider auf ca. 5°C ab und es wurde richtig ungemütlich… Ich habe in der Nacht wohl ca. 3h geschlafen und sonst bin ich mit Matte und Schlafsack auf der Suche nach wärmeren Plätzen gewesen (Sauna war schon vergeben, gopf!)… Nach dieser mühsamen Nacht waren wir doch recht gerädert und so hatte ich nur noch eine kurze Session und wir haben dann wieder die Schotterstrasse zurück Richtung Fährenterminal in Angriff genommen, weil dieser See aus irgendeinem Grund einfach keinen Spass macht (vielleicht wegen dem fehlenden Flachwasser? Langsam kenn ich nix anderes mehr)…
Alles in allem ein interessanter Trip! Der Koch von der Tankstelle, ebenfalls einer der FirstNation (“Indianer”) war sogar auch mit dem Kite auf dem Wasser anzutreffen – ich habe noch nie jemanden gesehen, der gleichzeitig Kitet und eine Zigarette raucht
Nach einem Pausentag gehts morgen wieder ins Flachwasserparadies Squamish und mitte Woche ist ein Trip zur US-Küste von Oregon geplant – mal sehen was sich da wieder ergibt. Die Zeit läuft… In einer Woche gehts bald x-tausend Kilometer nach Sardinien…
Grüsse aus dem Indianerland
Patrick
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Sardinienstyle-Fähre
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Unser “Truck”
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Letzte “richtige” Strassen
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| Am Ziel |
Unser “Campingplatz”
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Spotübersicht |
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Patrick am rippen
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Choppy 
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Grab it!
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| Wie ein Silvaplana-Bild |
Mein “Zelt” und Poncho
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Andrews Hängematte
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Chill-Area im Windschatten
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Sauna am Spot
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Made by Surfers
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Hier muss man anfeuern
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um hier warm zu haben
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Blick aus der Sauna
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Einzigartige Kulisse
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Und wieder zurück!!!
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Für alle die es noch nicht mitgekriegt haben – ich bin nach der ganzen Spotguide-Stresserei nach Vancouver geflogen (am Spotguide wurde sogar im Flugzeug noch gearbeitet) und werde für einen Monat lang mein Englisch ein bisschen aufbessern.
Nachdem ich die ersten paar Tage in dieser Multikulti-Stadt abgesessen habe war eins klar: So eine Wokenkratzerstadt mag ja wohl lustig sein, aber Kiter werden hier schnell mal durchdrehen wenn sie nicht aufs Wasser können… Am Freitag bekam ich vom Downtown-Local Rod einen Anruf – er gehe nach Squamish, ob ich auch mitkommen wolle… Was für eine Frage! Der Englischlehrer interessierts ja eh nicht ob ich hier bin oder nicht (zahlen muss ich ja sowieso) und zack war ich weg vom Klassenzimmer… Rod traf auch gleich an der Strassenecke ein und wir flüchteten aus der City Richtung Squamish.
Aber was ist Squamish? – Squamish ist sozusagen das pendant zu Silvaplana. Die Location ist etwa gleich exklusiv eingebettet in die Berge vor dem bekannten Skiresort Whistler. Die kleine Stadt liegt auf halbem Weg von Vancouver nach Whistler, sprich ca. 45 Autominuten. Als wir am “Spit” (Spotname) ankamen hatte es saubere 20-22 Knoten und ich wurde herzlich von den Locals und den “Aufpasserinnen” Brianna und Arnica empfangen… Beim diskutieren über die Regeln, Zonen etc. wurde den beiden aber wohl schnell klar, dass ich so schnell wie möglich aufs Wasser wollte…
Also schnell 9er aufgebaut und ab aufs Wasser! Wie geil ist dass denn… Hinter dem Spit (Spit=Landzunge) hats ne fette Flachwasserzone. Keine Wellen, nix… Höchstens ein bisschen gekräuseltes Wasser! Stehtief ist es dort auch, aber so schlammig, dass man mit den Füssen rumrutscht und trotzdem Bodydraggen muss. Ein Slider steht auch parat, der aber nur bei High-Tide gebraucht werden kann, da folgen sicher noch Fotos 
Anfangs war ich mit dem 9er perfekt für die ersten F16 und dem anderen unhooked Quatsch angepowered. Später waren dann wohl um die 25kn-27kn am Start und es hiess ein bisschen Oldschool (ohne Stopper nur halbso lustig)…
Die Szenerie ist gewaltig! Man kitet in der Flussmündung welche ins Meer kommt, so ist das Wasser nicht alzu salzig und die Temperatur ist etwa gleich wie im Juni/Juli in Silvaplana (mit 4/3 Neo sehr angenehm). Gleich am Spot hat es ein Schiffterminal (für die grossen Containerschiffe mit dampf!) und man kann 50m am Schiff vorbeifahren – da kommt man sich mal so richtig winzig vor…
Die Leute am Spot sind alle sehr freundlich, alles ist schön organisiert. Man hat ein Toilettenhäuschen, einen Umkleideraum und ein Wassertöff (SeaDoo) steht bereit für Notfälle. Alles gesponsert von der Stadt um den Tourismus zu fördern – TOP! Ich hab sogar 50% auf die Saison-Mitgliederkarte als “Student”.
Nachdem ich völlig ausgepowert (klar, lang nicht mehr gekitet und dann gleich wieder alles geben) mit Rod noch im lokalen Brauerei-Pub (geil dort!) Bier und ungesundes, nordamerikanisches Essen genoss erklärte er mir, dass Squamish ein alt-indianisches Wort für “Mutter der Winde” ist! Alles klar!
Dank einer sehr zuverlässigen Thermik hat es hier bei schönem Wetter meistens um die 20kn Wind. Im hochsommer muss man dann auch regelmässig mit dem 7er raus, dann hackts richtig rein!
Fazit: Squamish ist richtig geil und ab jetzt find ich die Gegend um Vancouver gleich 5-mal so gut 
Squamish ist bis Anfangs Juni ab jetzt mein Homespot, vielleicht gibts noch einen Ausflug zum sehr bekannten Gorge River (Slingshot-Homespot in Oregon USA), das sind ca. 5 Autostunden, aber für einen WeekEndTrip wärs sicher Wert…
Diese Webcam bietet einen guten Blick über das Städtchen und den Spot
Link zur Webcam (Achtung! 9 Stunden zurückrechnen…)
Die früher mal ansässig gewesene Skypilotkiteboarding Schule hat ein gutes Video über den Spot:
Link zum Video
(Colin, der im Video zu sehen ist, hats drauf. Nur sein Torch war meinem Sport manchmal recht unterlegen, hehe)
Grüsse aus Kanada (kommen sicher noch einige News vom Spit rein)
Patrick