Archiv für Mai, 2010
Nachwuchs-Cheker stellen sich vor: Heute Checker Luca!
Geschrieben um 17:17 Uhr von Ronny in der Kategorie UnkategorisiertHoi zäme Ich bin der Luca Schärer und werde im August 13 Jahre alt.(im Fall Ihr mir Päckli schicken wollt ). Bin in Horgen am Zürichsee zuhause.
Wen ich nicht gerade an einem Skirennen oder Training bin freue ich mich auf jede Minute die ich am Drachen hängen kann. Mein Papi steckte mich vor 3 Jahren mit dem Kitevirus an: In Andermatt machte ich mit einem Flexifoil 2 Leiner meine ersten Versuche und war angesteckt Heinz von Kitefun.ch hatte die Geduld (nicht wie Papi) und stand mit Tipps und Tricks zur Seite. Im folgenden Winter bekam ich zu Weihnachten einen Ozone Access und ging sooft wie möglich mit in die Berge. Dabei beobachtete ich Ronny, Heinz und Patrick ganz genau und versuchte mich in ersten Sprüngen. Im letzten Sommer durfte ich dann das erste mal in Sardinien mit dem „Sturmkite“ (7m2 Cabrinha) von meinem Vater aufs Wasser. Italienische Freunde von uns sind beide IKO Lehrer und halfen mir beim Wasserstart Nach mehrmaligen Salzwasserspülungen gelang mir auch der Start auf dem Wasser problemlos. Leider kommt man in der Schweiz nur erschwert aufs Wasser, doch ich freue mich RIESIG auf die ersten Jumps und zeige dem Vater wo Luca den Moscht holt .
Nachwuchs-Checker stellen sich vor! Heute Checker Jan
Geschrieben um 10:37 Uhr von Ronny in der Kategorie UnkategorisiertIch bin Jan Gfeller, 16 Jahre und wohne in Pfeffingen, BL.
Zu meinen Hobbys ausser kiten gehören Pfadi und Tompeten.
Meine Kitekarriere
Vor mehreren Jahren habe ich kiten durch eine kleine Lenkmatte entdeckt. Schnell wollte ich mehr und mit einer 6er Eskimo glückte mir der Einstig in die De-Powerwelt. Damit ging ich so oft raus wie nur möglich. Endlich, im letzten Sommer, bekam ich die Möglichkeit, einen Kitesurfkurs an der Ostsee zu machen. Da ich das Handling schon beherrschte, konnte ich innerhalb der ersten 10min auf dem Wasser bereits weitere Strecken fahren. Und dann, diesen Winter bekam ich die Gelegenheit, mit vielen Kitern auf den Bernina zu fahren. Dort gelang mir der Einstieg ins Snowkiten sehr rasch und wir hatten einen riesen Spass.
Nun bin ich am sparen für die Sommersaison, welche jedoch sehr knapp werden könnte mit dem ganzen Equipment und Kite.
Da in meinem Verwandtenkreis niemand kitesurft bekomme ich von dort leider auch keine finanzielle oder materielle Unterstützung, das erschwert die Ausübung um einiges.
Dank dem GA und und der Unterstützung von vielen freundlichen Kitern kann ich immer wieder mal irgendwo in der Schweiz kiten gehen. Nun werde ich jede Chance nutzen um möglichst viel kiten zu können! Aus kostentechnischen Gründen sind für mich dieses Jahr Kiteferien eher weniger möglich.
Norwegen 2010
Es war mal endlich wieder soweit. Nach über 4 Jahren führte ich eine kleine Gruppe von drei Leuten in das Hardangervidda Plateau in Norwegen. Die Jungs waren sonst nur die „Kinderspielplätze“ ums Erzgebirge gewohnt und wollten mal wissen wie endlos ein Spot für „Große“ sein kann. Natürlich wurden sie nicht im Geringsten enttäuscht, denn egal in welche Richtung man auch will, kann man fahren und zwar bis zum umfallen. Die Fahrt dorthin war bereits Hardcore und nichts für Vielflieger oder Flachlandkiter. Zum Glück hatten wir keine Flüge gebucht sondern die Reise direkt mit dem Auto geplant, sonst wären die Flachländer wohl im Flachland geblieben, dank der „Killeraschewolke“. Also gemütliche 30h im Auto und Fähre und Zack ist man schon da. Ein paar Schrimps im Hafen von Oslo gaben nochmal genug Power für die letzten 4h. In Haugstol angekommen ist man voll im Winter. Schneesturm, Schranken zum Plateau geschlossen, weil zu gefährlich. Egal, ist sowieso Abends und die Teilnehmer vom http://www.redbullragnarok.no/ Event müssen feiern. Also alle in die Busse und ab nach Geilo für eine gute Einstimmung ins Norwegische Nachtleben.
Ok, neben dem vielen Autofahren und der einen oder anderen Party waren wir natürlich auch kiten. Und das gar nicht mal wenig!!! Jeden Tag. Gleich am ersten Tag bei gut 18 Knoten eine kleine Aufwärmrunde von ca. 15km. Die Jungs waren ja schon lange nicht mehr auf den Ski gewesen und wollten einfach nur mal spielen.
Am zweiten Tag dann musste aber etwas Richtiges her, dafür waren wir ja da! Die Straße von Haugstol Richtung Westen bis kurz vor das Ende vom Plateau. Raus aus dem Auto und side-downwind zurück. Zu weit von der Straße konnten wir uns nicht entfernen, weil nicht alle Tourenski dabei hatten und schon nur 500m durch den Schnee dort stapfen hätte sehr, sehr lange dauern können. Egal wir waren ja ein Team und hätten uns gegenseitig helfen können, also wurde der Abstand zur Straße dann doch erhöht…
An den nächsten beiden Tagen herrschte nur ein sehr schwacher lokaler Wind an einem Spot und somit waren wir gezwungen im Flachlandstyle an diesem Hin- und Her zu fahren. Aber auch bei Leichtwind muss man erst einmal fahren können uns so gab es einiges für die Jungs zu lernen.
Donnerstag war dann schon unser letzter Tag und der ließ keine Wünsche offen. Alle Tage waren BIG aber dieser Tag war HUGE! Sonne, 15 Knoten NW und eine 10cm hohe Schicht Pulver auf weichen griffigen Untergrund. Recht früh ging es los und es endete spät! Zuerst wurde das Plateau wieder von Westen nach Osten durchquert. Es gab eine kleine Abfahrt in das Tal nach Haugastol runter. Von dort aus mussten wir auf der anderen Seite dann wieder aufsteigen. Nach ca. 30min Fußmarsch waren wir dann auch schon wieder dabei die Kites auszupacken. Es ging weiter… Ziel war das ca 25km entfernte Geilo. Man kitet auf einem weiteren Plateau welches ungefähr 300m über der Straße entlang führt. Es wurde spät und die Power und Konzentration ließen deutlich nach. Dennoch mussten wir auf die steile Felsplanke hoch, welche eine der höchsten Erhebungen in der Gegend ist mit 1800m. Von dort oben hatten wir eine wahnsinnige Aussicht Richtung Westen, Süden und Osten. Egal wohin man schaute, man hätte überall kiten können. Erschöpft kamen wir spät in Geilo oben an den Liften an. Der Wind schwächelte dermaßen, dass die letzten km ein harter Kampf waren. Egal geschafft ist geschafft und wir waren es auch! Die ganze Strecke war ca 80km Luftlinie und wir brauchten dafür gut 8h. Ist kein Weltrekord aber es war ein geniales Erlebnis.
Auf den Bildern werdet ihr ja sehen wie groß das Gebiet ungefähr ist. Stellt es euch einfach nochmal doppelt so groß vor und ihr seid immer noch weit von der Realität entfernt! Dazu gibt es so einen konstanten Wind, wie man es sonst nur am Meer erlebt. Natürlich nicht immer (s. Video Ragnarok), aber unsere fünf Tage waren super linear! Den Kite konnte man egal wo am Windfenster parken, ohne irgendwas zu machen. Genau, ihr hört schon… es ist sehr geil!
ABER: Die meisten Kiter kommen dorthin und vergewaltigen das Gebiet in dem sie den ganzen Tag nur an einem Spot, welcher nicht größer ist wie jeder gewöhnlicher Spot (Obertauern ausgenommen) hin- und her kiten. Da hat man die größte Spielwiese Europas zur Verfügung und die Leute nutzten dennoch nur die Größe von einem ganz normalen herkömmlichen Spot. Ähnelt dem Nuttenverarschenspiel: Bezahlen aber nicht vögeln.
Genug gelästert… und vielleicht hat es ja auch irgendwo sein Gutes. Auf jeden Fall kamen wir alle voll auf unsere Kosten und hatten eine richtig geile Woche in Norwegen. Es war bis ca 21 Uhr hell genug zum kiten. Also April ist definitiv der beste Monat um dorthin zu gehen!
Jetzt genießt die Bilder und wem das Wasser jetzt schon im Mund zusammen läuft, der kann sich gleich für das Camp im nächsten Jahr anmelden.
Gruß Flachländer




