Für viele wars ein Big Day, für uns ein Abenteuer!!
Geschrieben am Mittwoch, den 3. Dezember 2008 um 21:00 Uhr von Ronny in der Kategorie SnowkiteDer Sonntag konnte seine Erwartungen erfüllen und war vielerorts ein Big Day! Von Bernina wurde uns von Veit berichtet, dass es saugut war, ähnlich war es auch auf dem Lukmanier. Wir wollten heute mal wieder einen neuen Spot checken und nahmen dafür insgesammt ca. 6h Fussmarsch in Kauf! Es wurde ein Abenteuer, das vorweg!
Das Projekt: Bivio (1800m) auf den Septimerpass (2250m) und hoch auf den Lunghinpass (2650m)
Da wir in allen Höhen Wind aus Nord hatten, wollten wir das schon lange geplante Projekt endlich in Angriff nehmen. Wir wussten allerdings, dass das kein Sonntagsspaziergang werden würde unter anderem weil die Prognose mit 4-6kn bei Windfinder über dem Gebiet eher knapp war, die Lifte in Bivio noch nicht laufen und in der Region gegen 2m Neuschnee liegt! Aber sowas schreckt uns eigentlich nicht wirklich ab
Dass wir mindestens bis auf den Septimerpass laufen mussten, war für uns eigentlich klar. Dass wir früh am Morgen aufbrechen müssen versteht sich von selbst. Bis zum Mittag musste man zudem mit Restbewölkung rechnen, doch am Nachmittag war gutes Wetter angesagt. Also brachen wir um 8.00 Uhr in Bivio auf.
Das Team:
Am Start standen natürlich Patrick und ich, verstärkt durch Flo der immer bei gerne bei exklusiven Projekten teilnimmt. Dass er die Gegend wie seinen Hosentasche kennt, war natürlich von Vorteil
Der Aufstieg:
Die gut 8km Aufstieg auf den Septimer stellten sich als nicht ganz einfach heraus, da wir weit und breit alleine unterwegs waren und es so natürlich auch keine Spur hatte… Nur 2m Neuschnee… Zum Glück hatten wir Flo den Pflug dabei! Da der ganze Aufstieg voll Nord-Süd ausgelegt ist, konnten wir sogar 2 mal mit unseren Mantas ein paar hundert Meter zurücklegen… Gegen halb 12 waren wir dann oben auf dem Septimer angekommen. Leider war das Wetter immer noch sehr durchzogen und viele Nebelschwaden machten uns die Freude an den sehr konstanten 2-3bf auf dem Septimer etwas kaputt.. So buddelten wir uns ein Basislager und warteten mal etwas ab. Es sollte nicht das letzte Basecamp am heutigen Tage sein…
Die 1. “kurze” Session:
Von unserem gemütlichen Basecamp aus, beobachteten wir die allmählich zuhnemenden Windverhältnisse und das aufklarende Wetter. Patrick versuchte es als erster und musste mit lauten Fluchworten bemerken, dass sein Snowboard gegenüber den Skis von Ronny und Flo in Sachen Leichtwind-Backcountry stark unterlegen ist… Die beiden Skifahrer versuchten Richtung Lunghinpass zu kiten, was sie jedoch nach ca. 500m abbrechen mussten.
Ein weiterer Aufstieg:
Da ein Aufstieg mit Kite nicht möglich war, montierten Flo und Ronny ein weiteres Mal die Felle an ihren Skis. Patrick folgte nach ca. 1/2h auch mit seinen Schneeschuhen.
Nach weiteren 40min mussten wir feststellen, dass wir das Projekt Lunghinpass bedingt durch starken Nebel leider ohne weitere Kitesession beenden mussten. Der Wind hatte lineare 4-5Bft und wäre perfekt gewesen, wäre da nicht dieser $*”ç%&&-Nebel!!
Das 2. Basecamp:
Wir hatten noch eine halbe Stunde Zeit um den eigentlichen Spot durch die Nebelschwaden zu begutachten. So errichteten Ronny und Flo ein weiteres Basecamp – eingerichtet im Stil einer gediegenen Chillout Lounge (Merke: Mantas lassen sich gut zu Isomatten umfunktionieren) – welches sie schon warmgesessen hatten, als Patrick am 2. Basecamp ankam.
Die Zeit wurde genutzt um den nächsten Trip auf den Lunghinpass zu planen, da wir vom Camp aus eine perfekte Sicht auf das ganze Plateau hatten.
Unser Traumspot!:
Der Lunghinpass hat alles was man sich wünscht! Flache Ebenen fürs einfache Cruisen oder einer Wakestyle-Session in hochalpiner Umgebung, Wächten en Mass und jede Menge Backcountry-Möglichkeiten!
Der Spot wird am besten bei einer guten NW-Strömung bezwungen und beste Wetterprognosen sind ein Muss wie wir leider erfahren mussten…
Wir werden diesen Pass bald wieder bei besseren Bedingungen angehen!
Die Rückkehr:
Leider konnten wir nur wenige Freeride-Hänge abrippen, viel Laufen war auch beim Abstieg wieder angesagt, aber wir haben es ja Gesund geschafft! Kaputt aber mit viel Informationen über diesen Power-Spot sind wir nun auf der Rückreise! Beim nächsten Mal sind dann die Skilifte Bivio geöffnet und der Septimer Pass ist so in ca. 40 Laufminuten erreichbar! Und dieser Spot fällt auch in unsere bevorzugte Kategorie der Nord-Süd-Spots, welche einfach unschlagbares Potential haben!
Grüsse vom kaputten Unhooked.ch Team



